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Das Projekt "ResmaP" setzt auf die Innovationen smarter Pumpen der neuesten Generation, um durch neue Prozesse, Organisationsformen sowie Austausch- und Ersatzteilstrategien wertvolle Ressourcen einzusparen. Innovative Möglichkeiten, wie z. B. die Fernwartung oder die remote-update-Fähigkeit, werden dabei gezielt genutzt, um einerseits die Lebensdauer der Produkte zu erhöhen und andererseits ausgetauschte Pumpen und Komponenten hochwertig im Kreislauf zu führen.

Heizungspumpen im Internet der Dinge

Moderne smarte Pumpen erlauben es, über den Lebenszyklus der Pumpe hinweg wertvolle Daten über den Zustand, z. B. Fehlfunktionen, und die Einsatzbedingungen des Produkts aufzuzeichnen und zu übermitteln. Diese Daten können von Servicekräften und Fachhandwerkern zur vereinfachten Fehlerdiagnose und Reparatur genutzt werden. Zusätzlich können diese Daten Hinweise für die weitere Produktentwicklung liefern. Im Projekt "ResmaP" plant das Projektkonsortium, diese neuen Möglichkeiten gezielt zur Erhöhung der Ressourceneffizienz zu nutzen.

Während bisherige Entwicklungen im Bereich der Pumpentechnik hauptsächlich die Energieeffizienz in der Nutzungsphase im Blick hatten, fokussiert das Projekt "ResmaP" auf den Bereich der Materialeffizienz. So sollen die technischen Möglichkeiten smarter Pumpen dazu beitragen, den Ressourcenverbrauch durch Lebensdauerverlängerung und gezielte Kreislaufführung von Produkten
und Komponenten erheblich zu senken. Dazu sollen die Prozesse entlang der Vertriebskette, insbesondere in der Wartung und Instandhaltung sowie in der Rückführung der Produkte, neu gestaltet werden. Damit soll das den smarten Pumpen innewohnende Ressourceneffizienzpotenzial optimal genutzt werden.

Engere Kooperationen

Die Nutzung des Ressourceneffizienzpotenzials durch smarte Pumpen erfordert im Wesentlichen zwei Dinge: Zum einen die genaue Kenntnis des Ressourcenverbrauchs über die gesamte Produktlebensdauer des Produkts sowie zum anderen eine erhöhte Bereitschaft zur Kooperation zwischen den Akteurinnen und Akteuren. Insbesondere die Fachhandwerkerschaft nimmt hier eine entscheidende Stellung ein. Die Fachhandwerkskraft ist in der Regel diejenige, die die Heizungspumpe einbaut, wartet und auch entscheidet, wann und ob eine Pumpe ausgetauscht werden muss oder ob eine Reparatur bzw. der Austausch bestimmter Komponenten ausreichend ist.

Zur Erreichung der Projektziele soll die Kooperation zwischen Pumpenproduzierenden und Fachhandwerkskräften zukünftig intensiver gestaltet werden. Auch andere Beteiligte, wie z. B. der Großhandel und das Facility Management von größeren Wohneinheiten, sollen entsprechend eingebunden sein. Dies erfordert eine tiefgehende Neugestaltung der Prozesse und Organisationsstrukturen zwischen den Akteurinnen und Akteuren. Um diese Ziele zu erreichen, werden im Projekt - ausgehendvon einer detaillierten Untersuchung des Ressourcenverbrauchs  - von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling neue Prozesse und Organisationsformen in der Wartung und Instandhaltung sowie in der Rückführung und Demontage von Produkten und Komponenten erprobt und ressourcenseitig bewertet.


Erwartete Projektergebnisse

Ziel des Projekts ist ein neuer, im Pilotversuch erprobter Prozess der Wartung und Instandhaltung und des Austausches und der Rückführung von Pumpen. Diese neue, zunächst durch Servicetechniker des Unternehmens Wilo SE getestete Praxis ermöglicht die umfängliche Nutzung der Ressourceneffizienzpotenziale smarter Pumpen. Die Ergebnisse werden im Laufe des Projekts für externe Akteure wie Fachhandwerker zielgruppengerecht aufgearbeitet, um ihnen in Zukunft ein ressourceneffizientes Handeln zu ermöglichen, das sich sowohl in längeren Produktlebensdauern als auch in hochwertig geschlossenen Produktkreisläufen niederschlägt.

Zur Erreichung der Projektziele hat sich die Wilo SE als führende Pumpenherstellerin mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, dessen Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Prozessgestaltung liegt, und der TH Köln mit dem Fokus auf der ressourcenseitigen Bewertung zusammengeschlossen.

 


Publikationen

Projektblatt (August 2019)
Das Projektblatt bietet einen anschaulichen Überblick über das Forschungsprojekt.

 

Beiträge zu der ReziProK Kick-off Veranstaltung im Dezember 2019

Poster (Dezember 2019)

Präsentation (Dezember 2019)